AKTUELLES | NEWS

CARE & GREEN ECONOMY

Ein neues Papier, das im Rahmen des Projektes G3 Green Economy geschlechter_gerecht veröffentlicht wurde, zeigt die Verbindungen zwischen Care und Green Economy auf. Wir freuen uns...

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WAS HINDERT FRAUEN AM WECHSEL ZU ÖKOSTROM

Kurzgefasste Ergebnisse des Projektes zur Wechselbereitschaft von Frauen zu einem Ökostromanbieter haben wir jetzt auf dem Lichtblickblog vorgestellt. Der gemeinsame Kurzbericht mit...

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GENANEWS DEZEMBER ERSCHIENEN

Der aktuelle Newsletter berichte über die UN-Klimakonferenz, über Aktivitäten im Vorfeld der Rio+20 Konferenz zum Thema Green Economy in Deutschland und weltweit. Er informiert...

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Gender | Umwelt | Nachhaltigkeit

 



GREEN ECONOMY GENDER_GERECHT

20 Jahre nach der legendären UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro soll an gleichem Ort wieder eine UN-Konferenz zu nachhaltiger Entwicklung stattfinden. Rio+20 der folgerichtige Titel, inhaltlich stellt sie sich allerdings etwas eingeschränkter dar: Green Economy im Zusammenhang mit nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung ist eines der Themen, institutionelle Rahmenbedingungen für nachhaltige Entwicklung (Governance) das andere.

 

Das Thema Green Economy - oder auch der Green New Deal - brannte uns schon etwas länger unter den Nägeln, weil hier einmal mehr die Zukunft fast gänzlich unter Ausschluss von Frauen diskutiert wird. Anders als bei der kürzlich von der Bundesregierung eingesetzten Enquete-Kommission zu Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität - in die zunächst ausschließlich männliche Experten berufen wurden und erst nach massiven Protesten eine weibliche Expertin nachnominiert wurde - gibt es dazu bisher keinen Aufschrei und keine Forderungen, die Frauen- und Genderperspektiven einzubeziehen. Wir fanden das verwunderlich und befanden, dass das Thema den Frauenorganisationen näher gebracht werden müsse.

 

So wurde das Projekt „Green Economy Gender_Gerecht“ geboren, das, unterstützt vom BMU/UBA, am 1.4.2011 seine Arbeit aufnahm. Mit dabei sind als Kooperationspartner der Deutsche Frauenrat, der Frauenpolitische Rat Land Brandenburg, die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands und der Verband Deutscher Unternehmerinnen. Das Projekt soll dazu beitragen, die Konzepte und Diskussionen über eine Green Economy geschlechtergerecht zu gestalten, und deren lebensweltlichen Bezug herzustellen;es soll Frauen(verbände) dazu motivieren, sich aktiv an dem Meinungsbildungs- und Transformationsprozess zu beteiligen und zu diskutieren, was Frauen zu nachhaltigem Konsum und nachhaltiger Produktion beitragen können und auch umgekehrt, wie sie von dem Transformationsprozess profitieren können. Zum Abschluss des Projektes (Juni 2012) wünschen wir uns, dass konkrete Umsetzungsinitiativen angeregt werden, die als Leuchtturmprojekte wirken.

 

Gemeinsam mit diesen Partnerinnen und weiteren Expertinnen aus dem Bereich Konsum und feministische Ökonomie sollen Informationen erstellt und Eckpunkte diskutiert werden, wie eine „Grüne Ökonomie“ aus der Genderperspektive aussehen sollte. Dabei kann und darf es nicht nur um eine umwelt- und ressourcenschonendere Produktion gehen, sondern um ein grundlegend anderes Verständnis zukünftigen wirtschaftens, um den lebensweltlichen Bezug der Wirtschaft, der selbstverständlich den Bereich der Care-Ökonomie gleichwertig zur industriellen Produktion setzt. Ein Konzept, das sich vom Wachstumszwang abwendet, und Wohlstand neu definiert. Wir freuen uns auf viele anregende Diskussionen und rufen Sie jetzt schon dazu auf, sich daran zu beteiligen.


HINTERGRUNDPAPIER ZUM VERHÄLTNIS VON CARE UND GREEN ECONOMY

Ergänzend zum Ende letzten Jahres fertiggestellten Diskussionspapier wurde jetzt ein weiteres Papier veröffentlicht. Daniela Gottschlich von der Leuphana Universität (Lüneburg) beschreibt darin, wie die Verbindung zwischen Care und Green Economy aussehen könnte am Beispiel der Sorge für Ältere und der Sorge für die Natur - und wirft viele Fragen auf.

Beide Beispiele haben im Vorfeld bereits für viele Diskussionen gesorgt. Genau das wünschen wir uns weiterhin und freuen uns über Rückmeldungen.

Download des Papiers Care-Green Economy


DISKUSSIONSPAPIER GREEN ECONOMY FERTIG GESTELLT

Als Anregung zu Diskussionen soll auch das vom Beirat erstellte Diskussionspapier genutzt werden. In ihm sind aus feministischer Sicht wichtige Eckpunkte sowie zentrale Herausforderungen einer sozial-ökologischen Transformation im Wirtschaften formuliert. Es dient darüber hinaus zum Einlesen in die Thematik der Green Economy. Das Papier können Sie hier herunterladen.

Genanet hat eine ergänzende Stellungnahme zu dem Diskussionspapier verfasst, die Sie hier herunterladen können.

Auf seiner Mitgliederversammlung am 12. und 13.11.2011 hat der Deutsche Frauenrat mit großer Mehrheit Eckpunkte zur Diskussion über eine Green Economy verabschiedet, die ebenfalls hier zur Verfügung stehen.

Alle drei Papiere sollen zu weiteren Diskussionen anregen - gern stehen auch wir Ihnen für Diskussionen und weitere Informationen zur Verfügung.

Eine Gelegenheit zur Diskussion gibt es auch bei der Veranstaltung "Energiewende und Klimaschutz - Zukunft für Frauen" am 22.11.2011 in Düsseldorf. Programm


DIE GLOBALE FRAUENBEWEGUNG AUF DEM WEG ZU RIO+20

Die UN-Konferenz zu nachhaltiger Entwicklung (Rio+20) findet vom 20. bis 22. Juni 2012 in Rio de Janeiro statt, 20 Jahre nach dem historischen Weltgipfel. Die Beteiligung von Frauen an diesem Prozess und ihr Beitrag zu den Themen ist entscheidend für den Erfolg der Konferenz. Die offizielle Beobachtergruppe der Frauen (Women’ Major Group/Rio+20 Steering Committee) unterstützt die Vernetzung von Frauen, Männern, Organisationen und sozialen Bewegungen aus allen Ecken der Welt, die sich für ein geschlechtergerechtes Rio+20 einsetzen.

Fortan geschieht dies auch auf über die eigens eingerichtete Homepage. Hier können sich alle Interessierte eintragen und aktiv am Prozess teilnehmen. Die Online Community bündelt die Beiträge von Frauen und die Kommunikation rund um Rio+20. Diskussionen und Blogs sind allen Mitgliedern zugänglich und dienen als Forum zur Verbreitung von Aktionen, zur Planung von Veranstaltungen, um Videos zu posten, Fotos einzustellen und aktiv zusammenzuarbeiten.


SCHWERPUNKTHEFT DES DEUTSCHEN FRAUENRATS ZUR GREEN ECONOMY

"Green Economy - Gerechtigkeit oder Begrünung des Kapitalismus?" lautet der Titel der Oktober-Ausgabe (5/2011) der "Informationen für die Frau" des Deutschen Frauenrats. Die Beiträge setzen sich mit sozialen, politischen, ökologischen und ökonomischen Anforderungen auseinander, die den Weg zu einer umwelt- und geschlechtergerechten Wirtschafts- und Lebensweise weisen.

Weitere Informationen


GREEN ECONOMY - WIRTSCHAFTEN FÜR NACHHALTIGE LEBENSBEDINGUNGEN

Die AG Frauen im Forum Umwelt & Entwicklung und genanet haben am 11.11.2011 das Fachgespräch Green Economy - Wirtschaften für nachhaltige Lebensbedingungen. Erkenntnisse zu politischen Perspektiven gender_gerechten Wirtschaftens durchgeführt. 

Einen Bericht über das Fachgespräch finden Sie im Rundbrief des Forums Umwelt & Entwicklung auf S. 39.


WIRTSCHAFTLICHES WACHSTUM UND GESCHLECHTERVERHÄLTNIS

"Was wächst, wenn die Wirtschaft wächst, und was geht dabei verloren?" Mit dieser Frage beginnt Elisabeth Stiefel ihr Diskussionspapier für die Enquête-Kommission Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität - Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft.

Der Text beleuchtet die Diskrepanz zwischen den Theorien der Wachstumsökonomie und den Bedingungen für ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis als Voraussetzung für eine gedeihliche Zukunft.

Zum download


HEIZEN FRAUEN DAS WACHSTUM AN?

Die Soziologin Jutta Allmendinger sprach vor der Wachstumskommission. Aber deren Mitglieder verstanden sie nicht. Heizen Frauen das Wachstum etwa an?

So beginnt die taz ihren Artikel über den Beitrag von Frau Allmendinger "zu einem möglichen Zusammenhang zwischen dem gesellschaftlichen Ziel Wirtschaftswachstum und dem Geschlechterverhältnis" (Zitat von der Webseite des Bundestages). Eine Videoaufzeichnung und die Powerpoint-Präsentation finden sich auf der Webseite der Enquete-Kommission Wohlstand, Wachstum, Lebensqualität.


MAJOR GROUP FRAUEN IM RIO+20-PROZESS

Auf der internationalen Ebene haben sich ebenfalls verschiedene internationale Frauennetzwerke unter dem Dach der ‚Major Group’ Frauen zusammengetan, um im Vorbereitungsprozess zur Rio+20-Konferenz die gebotene Aufmerksamkeit auf die Frauenperspektiven zu lenken. Der Entwurf eines Positionspapiers wurde bereits veröffentlicht, eine deutsche Übersetzung haben wir gerade fertig gestellt und kann hier heruntergeladen werden. Statements der Frauen bei den Vorbereitungskonferenzen finden sich ebenso auf der eigens eingerichteten UN-Webseite, Informationen über die weltweiten Aktivitäten werden dort zukünftig ebenfalls eingestellt.


VERSORGUNGSÖKONOMIE & 'GREEN NEW DEAL'

Die Frage, wieviel Care Ökonomie im Green New Deal steckt, beschäftigt auch auch das Gunda-Werner Institut der Heinrich Böll Stiftung. Erste Antworten darauf finden sich hier.


ZUM WEITERLESEN

Der Deutsche Frauenrat hat seine aktuellen Informationen für die Frau (FrauenRat 6/2011) dem Thema Green Economy - Gerechtigkeit oder Begrünung des Kapitalismus? genannt. Viele interessante Beiträge beleuchten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann werfen Sie hier einen Blick in das Heft.

 

 

In der aktuellen Ausgabe der politischen ökologie (pö) wird beleuchtet, wie 'Anders arbeiten' aussehen könnte und wie entsprechende Projekte praktisch umgesetzt werden. Erfreulich ist der hohe Anteil an Frauen- und Genderexpertinnen unter den AutorInnen.

Anders Arbeiten,  politische ökologie, Heft 125 – 2011

 

 

Im letzten Rundbrief des Forum Umwelt & Entwicklung schreibt Elisabeth Stiefel über "Gesellschaftlicher Fortschritt? Der Weg in die Zukunft geht nicht geradeaus" (Seite 35).

 

Bei der Anhörung de Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses hatten zivilgesellschaftliche Organisationen die Gelegenheit Stellung zum Thema "Greener Europe - Greener World?" zu beziehen. Die Präsentationen (in englisch) finden sich hier.